Am 20. April fand in Innsbruck auf Einladung des Zentrums für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT) und der Europäischen Akademie in Bozen (EURAC) eine überregionale Tagung zum Thema "Integrationspolitische Maßnahmen auf kommunaler Ebene" statt. 40 österreichische und italienische ExpertInnen aus Wissenschaft und Verwaltung diskutierten einen Tag lang die Rahmenbedingungen, Möglichkeiten und Grenzen integrationspolitischen Handelns auf Gemeindeebene. Das Interreg-Projekt "MigrAlp" zwischen dem ZeMiT und der EURAC untersucht und analysiert das Phänomen Migration in Nord- und Südtirol.

Der Vormitag diente der Wissensvermittlung über die Migrationsgesellschaften in Nord- und Südtirol, der politischen Arbeit des AusländerInnenbeirats in der Stadt Bozen sowie den Vor- und Nachteilen von "Integrationsindikatoren". Am Nachmittag standen praktische Erfahrungen von integrationspolitischen EntscheidungsträgerInnen in den Bereichen Wohnen, Soziales, Bildung und Verwaltung/politische Teilhabe mit anschließender Diskussion am Programm. Trotz des sehr dichten Zeitplans könnten wertvolle Erkenntnisse ausgetauscht und der Blick auf die Situation in Nord- und Südtirol geschärft werden. Kommenden Herbst wird eine Tagungsdokumentation erscheinen, in welcher die unterschiedlichen, teilweise aber auch sehr ähnlichen integrationsrelevanten Handlungs- und Praxisebenen in Nord- und Südtirol dargestellt werden.
Fotos von der Tagung und ausgewählte Hörbeiträge der ReferentInnen finden Sie auf der Homepage des ZeMiT.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen